Hans-Peter Lampel: Vom Vereinsmenschen zum Stadtbürgermeister von Birkenfeld

Einleitung

Ein warmer Juniabend 2024 in Birkenfeld: Hans-Peter Lampel steht als frisch gewählter Stadtbürgermeister am Telefon und wirkt erstaunlich gelassen. „Das Handy klingelt, die Uhr piepst. Viele gratulieren. Ich freue mich“, sagt der 48-Jährige kurz nach seinem Wahlsieg – gefeiert wird nur im kleinen Kreis, denn „die Kinder müssen in die Schule, ich gehe arbeiten. Ich habe mir keinen Urlaub genommen“. Dieses bodenständige Auftreten ist bezeichnend für den Mann, der eine neue Ära in der kleinen Stadt Birkenfeld (Nahe) einläutet. Lampel, Sozialdemokrat und langjährig kommunal engagiert, konnte sich am 9. Juni 2024 mit 55,1 Prozent der Stimmen gegen die Kandidatin der CDU durchsetzen. Damit stellt erstmals seit 24 Jahren wieder die SPD den Stadtbürgermeister in Birkenfeld – ein politischer Wechsel, der in der Kreisstadt an der Nahe für Aufbruchstimmung sorgt.

Doch wer ist Hans-Peter Lampel jenseits der nüchternen Zahlen des Wahlergebnisses? Das folgende Porträt zeichnet den Weg dieses heimatverbundenen Familienvaters und Vereinsmenschen nach – von seiner Herkunft im Hunsrück über seinen beruflichen Werdegang und Einstieg in die Politik bis hin zu den Zielen und Herausforderungen, die er als neuer Stadtchef von Birkenfeld in Angriff nimmt. In erzählerischer Form, gestützt auf lokale Presseberichte, persönliche Aussagen und Anekdoten, entsteht das Bild eines Bürgermeisters, der die Nähe zu den Menschen sucht und frischen Wind ins Rathaus bringt.

Herkunft und Werdegang

Hans-Peter Lampel wurde 1975 in der Hunsrück-Region geboren und ist ein echtes „Kind des Nahelandes“. Er wuchs in einem bodenständigen Umfeld auf, geprägt von Gemeinschaftssinn und der Verbundenheit mit der ländlichen Gegend. Seine Schulzeit und Jugend verbrachte er in der Heimatregion, bevor er eine Laufbahn im öffentlichen Dienst einschlug. Lampel studierte Verwaltungswissenschaften an einer Fachhochschule und schloss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab.

Beruflich fand Lampel seine Aufgabe bei der Bundeswehrverwaltung: Als Verwaltungsbeamter in der Klotzberg-Kaserne Idar-Oberstein arbeitet er im Berufsförderungsdienst daran, Zeitsoldaten den Übergang ins zivile Berufsleben zu erleichtern. Dieses Talent fürs Organisieren und Helfen prägt ihn – genauso wie sein Privatleben. Lampel ist verheiratet und Vater von zwei Kindern, und trotz voller Terminkalender bleibt ihm abends stets Zeit für die Familie. „Politik ist wichtig, aber Familie ist das Fundament. Ohne sie könnte ich diesen Weg nicht gehen“, betont er und macht deutlich, wo seine Wurzeln und Kraftquellen liegen.

Seine Bodenständigkeit zeigt sich auch in seinem Alltag: Hans-Peter Lampel lebt mit seiner Familie in Birkenfeld, kennt die Stadt und ihre Menschen seit Jahrzehnten. Die Anliegen der Bürger sind ihm daher nicht nur abstrakte Themen aus Akten, sondern oft persönlich vertraut. Diese regionale Verwurzelung – gepaart mit fachlicher Expertise als Verwaltungsprofi – bildet das Fundament, auf dem Lampel nun als Verwaltungschef im Rathaus steht.

Politische Laufbahn in Birkenfeld

Den Schritt in die Politik tat Lampel vergleichsweise spät, aber entschlossen. Im Dezember 2006 trat er in die SPD ein, motiviert vom Wunsch, seine Heimatstadt aktiv mitzugestalten. Schon wenige Jahre später engagierte er sich in der Kommunalpolitik: Hans-Peter Lampel wurde Stadtratsmitglied in Birkenfeld, wo er ab den 2010er-Jahren kontinuierlich Erfahrung sammelte. Im Stadtrat galt er als sachorientierter Teamplayer, der parteiübergreifend nach Lösungen sucht. Sein Einsatz und seine Kompetenz blieben nicht unbemerkt – Lampel übernahm später das Amt eines Beigeordneten (stellvertretenden Stadtbürgermeisters) und gehörte damit zur erweiterten Stadtspitze. In dieser Funktion unterstützte er den damaligen Bürgermeister und vertrat ihn bei Bedarf, wodurch er wertvolle Einblicke in die Amtsgeschäfte gewann.

Parallel zu seinen offiziellen Ämtern war Lampel in der Partei und im gesellschaftlichen Leben vielfältig aktiv. Im SPD-Ortsverein Birkenfeld zählt er seit Jahren zu den prägenden Figuren und genießt innerhalb der örtlichen „Genossen“ großes Vertrauen – sichtbar etwa daran, dass er 2024 einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde. Lampel selbst, der die SPD vor Ort scherzhaft eine „zweite Familie“ nennt, sieht seine politische Arbeit stets im Dienst der Gemeinschaft. Einen Großteil seiner politischen Lehrjahre verbrachte er allerdings nicht mit großen Reden, sondern mit praktischer Basisarbeit: ob als Ausschussmitglied im Stadtrat, als Organisator von Bürgerprojekten oder schlicht als ansprechbarer Nachbar, der Anliegen aufnimmt. Diese jahrelange kommunalpolitische Erfahrung bereitete den Boden für seinen Sprung an die Stadtspitze – ein Schritt, der im Jahr 2024 Realität werden sollte.

Die Wahl zum Stadtbürgermeister 2024

Als feststand, dass in Birkenfeld ein neuer Stadtbürgermeister gewählt werden muss, deutete sich Lampels Chance an. Hintergrund war eine politische Stabsübergabe auf Kreisebene: Der langjährige Birkenfelder Bürgermeister Miroslaw Kowalski (CDU) wurde Ende 2023 zum Landrat des Landkreises Birkenfeld berufen. Seine bisherige erste Beigeordnete, Christine Tholey-Martens (CDU), führte daraufhin rund acht Monate übergangsweise die Amtsgeschäfte in Birkenfeld. Die Neuwahl des Stadtoberhaupts wurde für Juni 2024 angesetzt – und die SPD schickte Hans-Peter Lampel ins Rennen, nicht ganz überraschend für diejenigen, die seine kontinuierliche Arbeit der letzten Jahre verfolgt hatten.

Der Wahlkampf 2024 in Birkenfeld verlief engagiert, aber fair. Lampel setzte auf Nähe zu den Bürgern und präsentierte sich als Kandidat, der Verwaltungserfahrung und Herzblut für die Stadt vereint. Seine Konkurrentin Tholey-Martens, die als Amtsverwalterin Bekanntheit genoss, war die Favoritin der konservativen Stammwählerschaft. Am Wahlsonntag, dem 9. Juni 2024, kam dann die Entscheidung: Hans-Peter Lampel gewann mit 55,1 % der Stimmen deutlich vor Tholey-Martens, die 44,9 % erreichte. Mehr als die Hälfte der Wähler schenkte also dem SPD-Mann das Vertrauen, während die Wahlbeteiligung bei rund 52 % lag. Für die Stadt bedeutete dieses Ergebnis eine Zäsur – erstmals seit 24 Jahren stellte wieder die SPD den Stadtbürgermeister, nachdem dieses Amt zuvor lange in CDU-Hand gewesen war.

Die Nachricht vom Wahlsieg löste bei Lampel große Freude, aber keinen Überschwang aus. Vielmehr zeigte er am Wahlabend genau die Haltung, die viele Birkenfelder an ihm schätzen: Bescheidenheit und Pflichtbewusstsein. „Viele gratulieren. Ich freue mich“, sagte er den Reportern und fügte augenzwinkernd hinzu, dass es beim Anstoßen bleiben müsse, da am nächsten Morgen wieder Alltag auf dem Programm stehe. Tatsächlich ging Lampel direkt nach dem Triumph zurück in seinen Beruf, bis zur Amtsübernahme einige Wochen später. Dass der neue Bürgermeister keine Allüren zeigt, kam in der Bevölkerung gut an – Lampel wirkte vom ersten Tag an „einer von uns“, einer, der die Bodenhaftung behält.

Offiziell ins Amt eingeführt wurde Hans-Peter Lampel im Juli 2024 in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Stadtrats. Dort überreichte ausgerechnet Christine Tholey-Martens, seine unterlegene Kontrahentin, ihm symbolisch die Amtsgeschäfte und verabschiedete sich als Beigeordnete. Die Szene im Ratssaal verdeutlichte den Neuanfang: Ein Sozialdemokrat übernimmt die Kette des Stadtbürgermeisters von einer Christdemokratin, und beide Seiten betonen die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Miroslaw Kowalski ließ es sich nicht nehmen, seinem Nachfolger persönlich zu gratulieren und „gute Zusammenarbeit“ zu wünschen. Mit dieser herzlichen Geste im Rücken trat Lampel seinen Posten als Stadtbürgermeister von Birkenfeld an – getragen von hohen Erwartungen und dem Wunsch vieler, frischen Wind in der Stadt zu spüren.

Neue Schwerpunkte im Rathaus

Hans-Peter Lampel zieht mit klaren Vorstellungen ins Birkenfelder Rathaus ein. Er steht für einen bürgernahen und transparenten Politikstil, der an seinen eigenen Lebensweg anknüpft: „Ich komme aus der Mitte der Bürgerschaft, also will ich die Menschen auch mitnehmen und aktiv einbinden“, lautet sinngemäß sein Credo. Lampel betont immer wieder, dass Entscheidungen nachvollziehbar sein müssen und die Bürger das Gefühl haben sollen, Gehör zu finden. Konkret plant er regelmäßige Bürgerforen und eine verstärkte Nutzung digitaler Kanäle, um die Einwohner über Projekte zu informieren und ihre Ideen aufzunehmen – ein Novum in der bisherigen Stadtpolitik.

Inhaltlich setzt Lampel einige neue Akzente: Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung des Ehrenamts und der Vereine, die für den sozialen Zusammenhalt in Birkenfeld eine zentrale Rolle spielen. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie viel freiwilliges Engagement in den Feuerwehren, Sport- und Kulturvereinen geleistet wird, und möchte diese Arbeit durch bessere Ausstattung und öffentliche Anerkennung fördern. „Ohne unsere Ehrenamtlichen würde vieles nicht funktionieren“, betont er in Gesprächen immer wieder und unterstreicht damit, dass Vereinsförderung für ihn keine Nebensache ist.

Daneben liegt ihm eine nachhaltige Stadtentwicklung und moderne Infrastruktur am Herzen. Birkenfeld soll attraktiver und zukunftsfähiger werden, ohne seinen Charakter zu verlieren. Dazu gehören Projekte wie die behutsame Stadtkern-Sanierung und Verkehrsberuhigung ebenso wie Investitionen in Schulen und digitale Infrastruktur. So begann 2025 der dringend benötigte Ausbau der Realschule plus/Fachoberschule am Ort, bei dem neue Klassenräume und Fachräume entstehen. Dieses Millionenprojekt wird vom Landkreis gestemmt, doch Lampel begrüßt es ausdrücklich als Investition in die Zukunft der Jugend. Auch die Innenstadt nimmt er in den Blick: Der historisch bedeutende Salzplatz – einst Marktplatz der Salzhandelsstadt Birkenfeld – soll attraktiver gestaltet werden. Erste Planungen für die Neugestaltung dieses Platzes wurden noch 2024 auf den Weg gebracht, um dort einen lebendigen Treffpunkt zu schaffen, der Geschichte und Moderne verbindet.

Ein frühes sichtbares Projekt seiner Amtszeit vereinte Kreativität und Gemeinschaftssinn: Unter dem Motto „Bunte Akzente in Birkenfeld“ verwandelten Kinder und Jugendliche des städtischen Jugendzentrums eintönige Stromkästen im Stadtgebiet in farbenfrohe Kunstwerke. Unterstützt von einem regionalen Energieversorger, entstand so im Herbst 2024 eine Reihe von kleinen Street-Art-Galerien auf Gehwegen und Plätzen. Lampel war bei der Präsentation der ersten bemalten Verteilerkästen selbstverständlich vor Ort und zeigte sich begeistert von der Idee. „In Birkenfeld wird es bunter!“ freute er sich und lobte das Projekt als Beispiel dafür, wie man Kreativität, junge Leute und Stadtbildpflege zusammendenken kann. Solche Initiativen unterstreichen seinen Ansatz, Bürger – insbesondere die Jugend – aktiv einzubeziehen, um Birkenfeld lebenswerter zu machen.

Natürlich sind nicht alle Themen so angenehm wie Kunstaktionen. Auch heikle Fragen packt Lampel an – mit Pragmatismus und dem Willen zur sachlichen Lösung. Ein Beispiel dafür ist der anhaltende Streit um die Saarstraße, eine Wohnstraße, die viele Autofahrer als Abkürzung nutzen. Bereits 2023 hatten Anwohner mit Unterschriften eine Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr gefordert. Anfang 2025 kam das Thema in den städtischen Bauausschuss. Die Diskussion wurde hitzig; Anwohner-Emotionen prallten auf Bedenken von Pendlern und Gewerbetreibenden. Bürgermeister Lampel zeigte hier Führungsstärke: Als die Fronten sich verhärteten, brach er die Debatte kurzerhand ab – zum Unmut mancher, aber in der Absicht, die Lage zunächst abzukühlen und fundierte Gutachten abzuwarten. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Lampel signalisierte damit, dass er schwierige Entscheidungen nicht übers Knie brechen will, sondern zuerst Fakten und Gespräche auf Augenhöhe sucht. Im Nachgang initiierte er einen runden Tisch mit Vertretern aller Seiten, um eine verträgliche Lösung für die Saarstraße zu finden. Dieser Vorfall zeigte der Öffentlichkeit, dass der neue Bürgermeister auch unangenehme Themen mutig und moderierend angeht – ein Stil, der ihm Respekt einbrachte.

Ein weiterer Aspekt seiner Amtsführung ist die überparteiliche Kooperation. Lampel weiß, dass er im Stadtrat keine eigene Mehrheit automatisch hinter sich hat (SPD und CDU stellen je 7 von 22 Sitzen im 2024 gewählten Rat). Umso wichtiger ist ihm ein guter Draht zu allen Fraktionen. Tatsächlich verlief schon die erste Ratssitzung unter seiner Leitung harmonisch und routiniert ab. Lampel schlug versöhnliche Töne an und integrierte Vertreter anderer Parteien in die Stadtführung: Zum Ersten Beigeordneten wählte der Rat auf seinen Vorschlag Tobias Kowalski (CDU) – den Sohn seines Vorgängers – wodurch ein Christdemokrat nun Stellvertreter eines SPD-Bürgermeisters ist. Außerdem wurden mit Horst Schill (SPD) und Wolfgang Thomas (Freie Wähler) auch die weiteren Beigeordneten parteiübergreifend besetzt. Diese bunte Stadtspitze ist ein Signal: Lampel setzt auf Zusammenarbeit statt Parteigeplänkel, was in der Bevölkerung positiv aufgenommen wird. „Wichtig ist, dass wir gemeinsam für Birkenfeld arbeiten“, sagte er dazu sinngemäß in einem Interview und lud alle Fraktionen ein, sich konstruktiv einzubringen. Erste Entscheidungen – vom Haushalt 2025 bis zu Bauvorhaben – wurden denn auch einstimmig oder mit breiten Mehrheiten getroffen, ein Novum nach einigen polarisierten Jahren zuvor. Lampels Führungsstil, der auf Einbindung, Transparenz und Pragmatismus basiert, scheint also bereits Wirkung zu zeigen.

Bürgernähe und persönliches Engagement

Was Hans-Peter Lampel von vielen Politikern unterscheidet, ist seine konsequente Bürgernähe. Der neue Stadtbürgermeister ist in Birkenfeld kein Unbekannter – im Gegenteil: Seit Jahren ist er im Vereinsleben und in der Öffentlichkeit präsent, was ihm schon vor der Wahl ein Vertrauensbonus bei vielen Bürgern verschaffte. Besonders sein Engagement im Sport ist hervorzuheben. Lampel ist seit fast zehn Jahren im Vorstand des Turnvereins Birkenfeld 1871 e.V. (TV Birkenfeld) aktiv, einem der größten Sportvereine der Region. Zunächst fungierte er als stellvertretender Vorsitzender und Jugendtrainer, mittlerweile steht er dem Traditionsverein sogar als Vorsitzender vor. Man kennt ihn dort als Macher im Hintergrund, der sich um Sponsoren kümmert oder die Organisation von Turnieren mitstemmt, aber auch als Motivator an der Seitenlinie, wenn „seine“ F-Jugend-Handballer aufs Tor werfen. Die Liebe zum Sport zieht sich durch Lampels Leben: Früher stand er selbst für den TV Birkenfeld als Handballer auf dem Platz, heute hält er sich mit Wandern und gelegentlichem Fußball fit. „Jeder braucht einen Ausgleich. Für mich ist es der Sport, Musik & Wandern – sie helfen mir, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken“, verrät er über seine Hobbys. Diese persönlichen Leidenschaften machen ihn für viele Bürger greifbar und nahbar – man begegnet dem Bürgermeister eben nicht nur im Rathaus, sondern genauso am Sportplatz oder auf den Wanderwegen des Hunsrücks.

Neben dem Sport engagiert sich Lampel auch in weiteren Bereichen ehrenamtlich. So unterstützt er den kleinen Tierpark Birkenfeld e.V., der am Rande der Stadt heimische und exotische Tiere beherbergt. Als Mitglied des Fördervereins half er mit, den Tierpark vor der Schließung zu bewahren, als dieser 2022 in finanzielle Schieflage geriet – ein Einsatz, der ihm den Respekt vieler Familien einbrachte, denen der Tierpark am Herzen liegt. Auch in kulturellen Initiativen und beim jährlichen Stadtfest ist Lampel regelmäßig anzutreffen, oft ohne Anzug und Krawatte, sondern in legerem Poloshirt, mittendrin unter den Leuten. Diese Präsenz im Alltag – ob beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt oder als Schirmherr beim Vereinsjubiläum – trägt wesentlich zu seinem Image als „Bürgermeister zum Anfassen“ bei.

Im Rathaus selbst pflegt Lampel einen offenen Kurs der Kommunikation. Bürgersprechstunden bietet er nicht nur nach Anmeldung an, sondern geht auch proaktiv auf die Menschen zu. Bereits wenige Wochen nach Amtsantritt begann er eine Reihe von „Vor-Ort-Gesprächen“ in Birkenfelds Quartieren: Gemeinsam mit Ortsbeiräten und Fachleuten spaziert er durch Wohngebiete, lässt sich von Bürgern Probleme zeigen – sei es die fehlende Straßenlampe oder Lärm durch Verkehr – und nimmt diese Anliegen mit zurück ins Rathaus. „Ich möchte bei den Leuten sein, bevor sie zu mir kommen müssen“, erklärte er diese Initiative in einem Pressebericht. Solche Aktionen unterstreichen Lampels Verständnis von Amt und Person: Er sieht sich weniger als Verwaltungschef im Büro, sondern als Teil der Gemeinschaft, der ein offenes Ohr hat. Nicht selten zieht er sich abends noch einmal die Jacke über und schaut bei der Feuerwehrübung vorbei oder besucht das Jugendzentrum, um in lockerer Runde mit den Jugendlichen zu reden. Dieses authentische Kümmerer-Image kommt an – die Bevölkerung spürt, dass hier jemand aus ihrer Mitte regiert.

Charakterlich beschreiben Kollegen und Weggefährten Hans-Peter Lampel als ruhig, zuverlässig und teamorientiert. Konflikte geht er unaufgeregt an, manchmal mit feinem Humor. Dabei hilft ihm wohl auch sein privater Hintergrund: Als Familienvater zweier schulpflichtiger Kinder kennt er den ganz normalen Alltagswahnsinn und weiß, wie man pragmatisch Lösungen findet – zu Hause wie in der Stadtpolitik. Seine Empathie zeigt sich etwa daran, dass er bei Bürgerfragen oft persönliche Erfahrungen einfließen lässt („Als Vater kann ich gut nachempfinden, warum Ihnen der neue Spielplatz wichtig ist…“). Lampel wirkt selten überheblich oder belehrend, vielmehr sucht er den Dialog auf Augenhöhe. Diese Art hat ihm auch politische Gegner hoch angerechnet. „Er hört zu und will wirklich verstehen, nicht nur Politik machen“, lobte ein Birkenfelder Vereinsvorsitzender in der Nahe-Zeitung. Solche Rückmeldungen sind Balsam für Lampel, der trotz aller neuen Verantwortung der Alte geblieben ist: ein Bürger unter Bürgern.

Ausblick: Bürgermeister mit Herz und Verstand

Nach gut einem Jahr im Amt haben Hans-Peter Lampel und die Birkenfelder bereits viel miteinander erlebt – von der aufregenden Wahl über erste Projekte bis hin zu den unvermeidlichen Problemen, die es zu lösen gilt. Die Hoffnungen der Bürgerschaft sind groß, dass Lampel der Stadt neuen Schwung verleiht. Er selbst ist sich der Erwartungen bewusst und geht seine Aufgabe mit Demut und Tatkraft an. Die Mischung aus Verwaltungserfahrung, Gemeinsinn und Bürgernähe, die er verkörpert, scheint genau zum Profil der Kreisstadt Birkenfeld zu passen. Als Verwaltungsprofi kennt Lampel die Sachzwänge, als Familienmensch und Vereinsmensch kennt er die Wünsche und Nöte der Einwohner. Diese Verbindung von Herz und Verstand prägt sein Handeln.

Ob Lampel alle seine Pläne und Visionen umsetzen kann, wird die Zukunft zeigen. Die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt, auch in Birkenfeld, und nicht jede Idee wird sich sofort realisieren lassen. Doch schon jetzt ist spürbar, dass im Rathaus ein frischer Wind weht. Der neue Bürgermeister hat Birkenfeld in Bewegung versetzt – hin zu mehr Mitmachen, mehr Miteinander und einem neuen Vertrauen in die lokale Politik. „Birkenfeld gemeinsam gestalten“ – so hat Lampel sein Leitmotiv einmal genannt, und genau daran arbeitet er Tag für Tag. Die Bürger schenken ihm dafür Anerkennung und – mehr noch – ihre Unterstützung: Man sieht es an den gut besuchten Bürgerabenden, den positiven Leserbriefen und dem Lächeln, mit dem man Hans-Peter Lampel auf der Straße grüßt.

Am Ende dieses Porträts bleibt das Bild eines heimatverbundenen Modernisierers, der seine Heimatstadt Birkenfeld behutsam erneuern möchte, ohne die Menschen zu vergessen. Hans-Peter Lampel ist kein Lautsprecher, sondern ein Zuhörer und Anpacker, der sein Amt mit erfrischender Normalität ausübt. Gerade darin liegt seine Stärke. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Spuren er in Birkenfeld hinterlässt. Doch schon jetzt kann man sagen: Dieser Bürgermeister hat das Vertrauen der Menschen gewonnen – durch Nähe, Engagement und eine glaubwürdige Vision für Birkenfeld. Und so dürfte sein Satz vom Wahlabend noch lange nachhallen, als Beleg dafür, dass hier einer mit beiden Beinen auf dem Boden steht: „Die Kinder müssen in die Schule, ich gehe arbeiten.“ In dieser Haltung spiegelt sich Lampels Charakter wider – und genau deshalb setzt Birkenfeld große Hoffnungen in seinen Stadtbürgermeister Hans-Peter Lampel.

Wolfgang Herfurth – Stand Juni 2025

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